Bärlauchknödel in Nussbutter

 

 

 

Was grünt denn da so grün?🌱

 

Der Frühling zeigt sich von der besten Seite.

Die Sonnenstrahlen der letzten Tage haben den braunen Waldboden in eine grüne Bärlauchwiese verwandelt!

Der harzige Duft vom Wald mischt sich mit einer feinen Note von Knoblauch - der Frühling ist da und mit ihm seine ersten kulinarischen Kraftpakete.

 

Bärlauch liefert reichlich Vitamin C zudem enthält er die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Eisen. 

Er soll bei Bluthochdruck und Verdauungsstörungen helfen. Ihm wird auch nachgesagt, dass er den Stoffwechsel anregt und Frühjahrsmüdigkeit verjagt. Außerdem soll er gegen Appetitlosigkeit helfen und Herz und Kreislauf stärken. 

Da steckt ganz schön was drinnen in diesem Blatt und dann schmeckt er auch noch richtig gut. Klasse oder? 

 

Ob als Suppe, Pesto oder Spätzle,  aus der Gewürzpflanze lassen sich köstliche Frühlingsgerichte zubereiten. 

Eines meiner liebsten Bärlauchrezepte habe ich hier für euch.

 

BÄRLAUCHKNÖDEL IN NUSSBUTTER MIT BERGKÄSE

        

 

 


 Zutaten
 

200 g Semmelwürfel
180 ml Milch
1 große Hand voll Bärlauch
1 Zwiebel
2 Eier
etwas Bergkäse
2 EL Maizena
Salz
Pfeffer
geriebene Muskatnuss
1/2Packung Butter

 


 

 

und so wird's gemacht:

 

Den Bärlauch gut abspülen und etwas trocknen, anschließend klein schneiden.

Zwiebel schälen und ebenso klein schneiden. 

In einem Topf die klein geschnittene Zwiebel in etwas Butter anschwitzen und mit der Milch aufgießen. 

Die Milch mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen und langsam erwärmen.

Den Bärlauch unter die Milch rühren und mit dem Mixstab pürieren bis die Milch grün wird. 

Das Knödelbrot in eine große Schüssel geben und  mit der handwarmen Milch übergießen. 

Alles gut durchmischen und einige Minuten ziehen lassen. 

Die Eier unter und das Maizena unter die Masse mischen.

 

Ist die Masse zu weich ein wenig mehr Knödelbrot zugeben - ist sie zu fest noch etwas Milch oder alternativ Sauerrahm hinzufügen.

Wenn die Masse gut ist mit nassen Händen kleine Knödelchen formen. 

 

 

Die Knödel werden anschließend ca 12 Minuten im siedenden Salzwasser gekocht. 

 

Alternativ dazu kann man sie aber auch dämpfen.

Ich selbst bevorzuge das dämpfen, denn so halten sie 100%ig zusammen und behalten dabei auch ihren vollen Bärlauchgeschmack und auch die schöne grüne Farbe. . 

Da ich einen ganz simplen Backofen ohne Dampfgarfunktion habe, helfe ich mir mit einem kleinen Trick. 

 

Dazu werden die Knödel auf ein Backblech gelegt darauf wird eine Tasse Wasser geleert. Das Blech mit Alufolie Abdecken und kleine Löcher hineinstechen. 

 

 Im vorgeheizten Rohr bei 100°C sind die Knödel in 20 min fertig gedämpft. 

-> diese Variante empfiehlt sich übrigens auch super für größere Knödelmengen.

 

Für die braune Nuss-Butter wird ein Päckchen Butter in einem Topf langsam geschmolzen. 

Bei mittlerer Hitze sollte diese nun vor sich hin köcheln bis sich die Molke vom Fett trennt. Beginnt die Molke langsam braun zu werden ist es an der Zeit die Butter durch ein feines Sieb zu gießen. Was im Sieb hängen bleibt darf weg. Was durch rinnt ist die fein nusszig duftende braune Butter. 

 

 

Die Knödel auf ein Teller geben, die Butter darüber gießen und mit geriebenem Parmesan oder Bergkäse bestreuen. Fertig! 

 

 

 

 

 

Die Knödel lassen sich ich super einfrieren! Deshalb bereite ich mir auch gerne die doppelte Menge an Bärlauchknödeln zu und friere diese fertig gedämpft ein.;) 

 

 

 


Wer sich selbst auf Bärlauchjagd begibt, braucht sich nicht fürchten, denn wer sich vorab ein wenig mit der Pflanze auseinander setzt und achtsam sammelt, der wird auch nur den essbaren Bärlauch mit nachhause nehmen, denn bei genauerer Betrachtung unterscheiden sich Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Bärlauch nämlich in ganz vielen Punkten.

 

Lisa Pfleger von "Experiment Selbstversorger" hat sich den Bärlauch, aber auch seine giftigen Kollegen, genauer angesehen und erklärt mithilfe von tollen Bildern wie sich diese unterscheiden.  Aber seht selbst.  -> Bärlauch, Maiglöckchen oder Herbstzeitlose? 

 

 

Fotoquelle: Schweizer Radio und Fernsehen
Fotoquelle: Schweizer Radio und Fernsehen

Kommentar schreiben

Kommentare: 0